Quelle: Medieninformation Zweckverband Abfallwirtschaft Westsachsen
Brandgefahr im Abfall: ZAW warnt vor falsch entsorgten Akkus
Leipzig/Landkreis Leipzig, 29.01.2026 – Falsch entsorgte Batterien und Akkus
stellen auch im Verbandsgebiet des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Westsachsen
(ZAW) ein wachsendes Risiko dar. Zum Tag der Batterie am 18. Februar 2026
erinnert der ZAW an die Folgen unsachgemäßer Entsorgung: Brände in
Müllfahrzeugen und Abfallanlagen, beschädigte Technik und gefährliche Situationen
für Beschäftigte.
„Falsch entsorgte Batterien und Akkus sind kein Bagatelldelikt, sondern ein
ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko“, sagt André Albrecht, Geschäftsleiter des ZAW.
„Jeder Akku, der im Hausmüll landet, kann Brände auslösen, Personal gefährden
und Anlagen beschädigen. Dabei ist die sichere Entsorgung einfach und für
Bürgerinnen und Bürger kostenlos.“


Vor allem Lithium-Ionen-Akkus aus Smartphones, E-Bikes, Elektrowerkzeugen oder
Spielzeugen geraten beim Sammeln und Sortieren unter Druck, werden beschädigt
oder kurzgeschlossen – mit teils dramatischen Folgen. Bundesweit entstehen
dadurch täglich rund 30 Brände in Entsorgungsanlagen. Allein auf Leipziger
Wertstoffhöfen führten im Jahr 2025 sieben Brände in Müllpressen direkt auf falsch
entsorgte Akkus und Batterien zurück.
Gemeinsame Kampagne setzt auf Aufklärung
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, haben der ZAW, die Westsächsische
Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft (WEV) mbH, der Eigenbetrieb
Stadtreinigung Leipzig sowie die KELL Kommunalentsorgung Landkreis Leipzig
GmbH die Aufklärungskampagne „Akkus in Brand“ gestartet.
Ziel ist es, Bürgerinnen und Bürger klar und verständlich darüber zu informieren, wie
gefährlich falsch entsorgte Akkus sind – und wie einfach eine sichere Entsorgung
sein kann. Die zentrale Botschaft: Batterien und Akkus gehören weder in den
Hausmüll noch in Wertstofftonnen.
Kontakt
Öffentlichkeitsarbeit ZAW
Kerstin Hennig
Tel.: 034299 70532
hennig@zaw-sachsen.de
Richtig entsorgen – Brände verhindern
Altbatterien und Akkus können kostenfrei im Handel sowie auf kommunalen
Wertstoffhöfen abgegeben werden. Besonders Lithium-Akkus sollten vor der
Rückgabe an den Polen abgeklebt werden, um Kurzschlüsse zu vermeiden.
Neben der akuten Brandgefahr geht es auch um den Schutz der Umwelt: Batterien
enthalten wertvolle Rohstoffe wie Lithium, Nickel und Kobalt, die nur durch getrennte
Sammlung zurückgewonnen werden können.
Zahlen, die zum Handeln auffordern
Die Menge der im Umlauf befindlichen Batterien steigt stetig – von 52.000 Tonnen im
Jahr 2018 auf 63.000 Tonnen im Jahr 2022. Trotz der über 170.000 verfügbaren
Sammelstellen werden noch immer mehr als die Hälfte aller Altbatterien falsch
entsorgt.

